Aktuelles

Sächsischen Landespreis für Heimatforschung 2019

Bereits zum zwölften Mal lobt das Sächsische Staatsministerium für Kultus den „Sächsischen Landespreis für Heimatforschung“ aus. Diesmal erfolgt die Ausrichtung in Kooperation mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V. Willkommen sind Arbeiten zu einem sehr breiten Themengebiet. Unter anderem können Beiträge zur Orts-, Regional- und Landesgeschichte, Flucht und Vertreibung, Integration und Zuwanderern, Kunstgeschichte, Volkskunst, Feste und Bräuche u. v. m. eingereicht werden.
Der Sächsische Landespreis wendet sich an Laienforscher. Zugelassen sind nur geschlossene Arbeiten als Buch oder in anderer Form (z. B. Multimedia).

Der „Sächsische Landespreis für Heimatforschung“ wird vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Es werden drei Hauptpreise, ein Jugendpreis sowie drei Schülerpreise vergeben. Weitere Leistungen können mit einem Sonderpreis oder mit einer Ehrenurkunde gewürdigt werden. Die Preisverleihung findet im Herbst 2019 statt.

Einsendeschluß ist der  21. Mai 2019 (laut gedruckter Ausschreibung!).

Die Ausschreibung kann auch unter www.bildung.sachsen.de/heimatpflege herunter geladen werden.

Dresden, 15.2.2019

Laientheater im Museum

Am letzten Wochenende im Januar ging im Bezirksmuseum – Dachauer Galerien und Museen eine einmalige Ausstellung zu Ende. Vom 27. April 2018 bis zum 27. Januar 2019 wurde unter dem Titel „ALLES THEATER! Zur Geschichte des Laienschauspiels“ diese Freizeitbeschäftigung im Dachauer Land in seiner Vielfalt, vom Mysterien- und Possenspielen über das „Komedispielen“ in Stuben und auf Dorfbühnen bis hin zu Umzügen, dem „Bauerntheater“ und dem pädagogisch motivierten Schulspiel, vorgestellt.
Die Schau wurde im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Identität(en)“ der Arbeitsgemeinschaft „Landpartie – Museen rund um München“ erarbeitet.

Radebeul, 27.1.2019

Dresdner Geschichtsmarkt

Der 15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten findet am 23. und 24. Februar in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek auf dem Zellescher Weg in Dresden statt. Das diesjährige Motto des Marktes lautet: „Die Geschichte von Sport und Tourismus in Dresden und Umgebung“. Dazu wird es auch wieder eine Reihe von speziellen Vorträgen geben. Insgesamt  beteiligen sich 45 Aussteller. Unter anderem wird wieder ein Stand  zu sehen sein, der das Dresdner Laientheater in der Zeit von 1860 bis 1933 vorstellt. Dresden war damals zugleich Sitz eines der größten Deutschen Verbände des nichtprofessionellen Theaters. Darüber und über zahlreiche geschichtliche Publikationen zu diesem Thema kann sich der Besucher an beiden Tagen ab 10 Uhr informieren. S. a. u.: www.geschichtsmarkt-dresden.de

Dresden, 25.1.2019

Zeittafel 1945–1989 erneuert

Die Zeittafel, die bisher die Jahre 1945 bis 1989 umfasste, wurde nicht nur um Ereignisse von 1990 ergänzt, sonder generell überarbeitet. Dabei konnten zahlreiche neue Erkenntnisse eingefügt, bisherige Angaben genauer gefasst und insbesondere offensichtliche Fehler behoben werden. Der Umfang hat dabei um 11 Seiten zugenommen.

Radebeul, den 28.11.2018

Das Deutsche Volksspiel

Bereits 2015 hat Anne Keller bei der Universität der Künste Berlin, Fakultät Darstellende Kunst, Institut für Theaterpädagogik 2, ihre Inaugural-Dissertation über „Das Deutsche Volksspiel“ eingereicht. Es ist davon auszugehen, daß sie mit dieser über 400 Seiten großen Untersuchung zu Spielscharen der HJ von 1933 bis 1944 die Doktorwürde auch erreicht hat. In einer sehr differenzierten Betrachtung kommt die Autorin u. a. zu dem Schluß, daß „das Deutsche Volksspiel weniger als Bewahrer denn als eklektizistischer Modifizier der laienspielbewegten Traditionen“ zu sehen ist, welches „von nationalsozialistischer Ideologie durchtränkt“ war und „auf die Stabilisierung eines Kriegs-, Vertreibungs- und Vernichtungssystems“ zielte. Eine lesenswerte und wertvolle Arbeit, die im Internet einsehbar ist.

Radebeul, 22.9.2018

Amateurtheater der Bauarbeiter würde 70

Volkseigene Betriebe entstanden in der Sowjetischen Besatzungszone seit 1948. Der VEB Bau (St) Dresden war einer der ersten. Im gleichen Jahr gründete sich in diesem Baubetrieb auch eine Laienspielgruppe. Ihre erste Inszenierung war ein Märchen für die Kinderweihnachtsfeier von Betriebsangehörigen. In den 42 Jahren ihrer Existenz bespielte das Theater nahezu jährlich die Weihnachtsfeier nicht nur des sich zum VEB Wohnungsbaukombinat entwickelten Betriebes. Bis zur Auflösung der sich zum Amateurtheater der Bauarbeiter gewandelten Gruppe 1990 lassen sich über 50 Inszenierungen von Brecht bis Marschak nachweisen.

Dresden, 5.8.2018

Werkstatt CCT und BAK

Zu einer gemeinsamen Werkstatt haben sich Vertreter des Centre of Competence for Theatre (CCT) und des Bundesarbeitskreises „Geschichte, Kultur und Bildung“ des Bundes Deutscher Amateurtheater e. V. am 2. Juni 2018 in Leipzig zusammengefunden. Neben einer Debatte über die Notwendigkeit der weiteren Erforschung der Geschichte des nichtprofessionellen Theaters in Deutschland verständigten sich die Teilnehmer zu Fragen der konkreten Forschungsinhalte und der gegenseitigen Unterstützung auf diesem Feld. Dabei wurde u. a. vereinbart, daß Autoren aus dem CCT Beiträge zu historischen Themen für die Fachzeitschrift des BDAT „Spiel und Bühne“ bereitstellen. Der Bundesarbeitskreis wiederum wird das CCT in seiner Arbeit mit Informationen von der Basis unterstützen. Geplant sind auch gemeinsame Veranstaltungen zum Thema der „transkulturellen Bildung im Amateurtheater“.

Leipzig, 5.6.2018

Amateurtheater immaterielles Kulturerbe?

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik hat bei der UN-Kulturorganisation UNESCO beantragt, die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft als immaterielles Kulturerbe anzuerkennen. Die weltweit größte Konzentration auf diesem Gebiet, zu dem auch das Amateurtheater zählt, findet man in Deutschland. Diese Landschaft wird auch als ein unschätzbaren Wert für den Zusammenhalt der Gesellschaft angesehen. Die in der Pressemeldung angegebene Zahl von 2.500 Amateurtheatern liegt aber vermutlich um ca. 35 Prozent höher.

Radebeul, 7.4.2018

25 Jahre Schillers Schüler

Die Idee zur Gründung einer Theater-AG in der Schiller-Schule in Neustadt entstand 1992 bei der Vereinbarung einer Patenschaft mit einer Schule im baden-württembergischen Weilheim an der Teck.

Das Modell-Projekt „Erziehung zur Eigeninitiative und Unternehmensgeist“, 1994 angestoßen vom Sächsischen Kultusministerium, half über die ersten finanziellen Hürden hinweg. Und so wurde aus der AG 1995 die Schülerfirma „Schillers Schüler n. V.“, ein nicht eingetragener Verein mit Schülern. Mittlerweile hat das „Unternehmen“ etwa 50 Inszenierungen herausgebracht und darüber hinaus zahlreiche weitere Aktivitäten entwickelt. Der Lohn dafür war u. a. die Auszeichnung mit dem Jugend-Ehrenamtspreis des Landkreises Sächsische Schweiz – Osterzgebirge 2016. Die Seele von „Schillers Schülern“ ist der Englisch-Lehrer Torsten Schlegel.

Radebeul, 1.4.2018.

20. Chemnitzer Schultheaterwoche

Aus Anlass der 20. Chemnitzer Schultheaterwoche vom 18.–23.3.2018 habe die Veranstalter, das Schul- und Sportamt Chemnitz und die Städtischen Theater Chemnitz, eine Broschüre herausgegeben, die zur Eröffnungsveranstaltung am Sonntag an die Zuschauer kostenlos verteilt wurde. Das im Format von 21×21 cm gestaltete Heft widmet jedem Jahr eine Doppelseite in der Farbe des jeweiligen Programmzettels. Neben den beteiligten Theater und deren Inszenierungen findet der Leser Erlebnisberichte von Mitgliedern der Theatergruppen, der Jury und des Theaters aber auch von Lehrern, Leitern von Einrichtungen und weiteren Unterstützern.
Interessenten wenden sich an Dr. Heike Vieth, Theaterpädagogin, vieth@theater-chemnitz.de.

Chemnitz, 19.3.2018