Aktuelles

Sächsischer Landespreis für Heimatforschung 2021

Im Jahr 2021 findet der Wettbewerb um den „Sächsischen Landespreis für Heimatforschung“ zum 14. Mal statt. Ausgelobt wird der Preis vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus in Zusammenarbeit mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V.

Mit dem Preis sollen Arbeiten von ehrenamtlich tätigen Autorinnen und Autoren aber auch von Gemeinschaften ausgezeichnet werden, in denen beispielhafte Aspekte der sächsischen Heimat erforscht werden. Damit sollen Werke gewürdigt werden, die auf professionellem Gebiet oft wenig Beachtung finden.
Die Themenpalette ist breit gefächert und kann u. a. Kunst und Industrie, Mundart und Volkskunst, Alltagskultur, Feste und Bräuche bis hin zur Archäologie in Orts-, Regional- und Landesgeschichte betreffen

Eingereicht werden können geschlossene Arbeiten als Buch, Aufsatz oder in anderer – z. B. multimedialer – Form, die eine eigene Forschungsleistung darstellen.
Es werden drei Hauptpreise (3.000, 2.000, 1.500 €), ein Förderpreis (1.000 €) und drei Schülerpreise (zu je 500 €) vergeben.

Wer sich beteiligen möchte sollte sich auf der Internetseite von Kultusministerium informieren. Dort findet man die ausführliche Ausschreibung. www.saechsischer-heimatschutz.de/landespreis-fuer-heimatforschung.html 

Chronik Arbeiteroper Sachsenwerk

Dem Betreiber dieser Webseite ist unlängst von einem ehemaligen Mitglied der Arbeiteroper des VEB Elektromaschinenbau Sachsenwerk Dresden-Niedersedlitz die Chronik dieses 32 Jahre bestehenden Ensemble übergeben wurde. Diese wertvollen Dokumente sind in drei Ordner zusammengefasst und enthalten u. a. Pressebeiträge, Programmhefte, Einladungen sowie eine Vielzahl von Fotos. Die Arbeiteroper hat Unterstützung professioneller Kräfte insgesamt 18 Operninszenierungen herausgebracht.
Ferner haben auch andere ehemaligen Mitglieder weitere Dokumente zur Verfügung gestellt. Allen sei herzlichst gedankt.
Die Unterlagen werden nach einer Aufarbeitungsphase für die wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung gestellt.

Radebeul 12. März 2021

Fremde spielen

Acht Autoren „streif[en] frei durch die historischen Orte und Landschaften von Amateurtheater“ und fordern die Leser auf es ihnen gleich zu tun. Die 200 Seiten umfassende Publikation mit dem Titel Fremde spielen. Material zur Geschichte von Amateurtheater erschien im Herbst vergangenen Jahres und versteht sich als eine „Geschichtsschreibung der Präsenz“. Sie ist entstanden im Rahmen einer dreijährigen Forschungsarbeit am „Centre of Competence for Theatre“ (CCT) in Leipzig.
Die Publikation enthält knapp 50 kürzere und längere Beiträge, die geschichtliche Ereignisse aufzeigen bzw. die sich auf unterschiedliche Art mit ihnen auseinandersetzen. Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt. U. a. werden Themen wie „Gemeinschaft / Geselligkeit“, „Professionell / Nichtprofessionell“ und „Bildung / Erziehung“ vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart abgehandelt.
Fremde spielen. Material zur Geschichte von Amateurtheater. Schibi-Verlag, 2020 ISBN 978-3-86863-221-7

Radebeul, den 15.1.2021

In eigener Sache – Webseite geehrt

Bei der diesjährigen Vergabe des „Sächsischen Landespreises für Heimatforschung“ wurde die Internetseite www.amateurtheater-historie.de mit einem Förderpreis von 1.000 Euro geehrt. Damit, so die Sächsische Zeitung vom 10. November, wurde die umfangreiche Arbeit zur „Geschichte des sächsischen Amateurtheaters gewürdigt“.

Zu diesem 13. Wettbewerb wurden außerdem neben drei Hauptpreise auch drei Schülerpreise vergeben. Jeder, der die Erforschung der Geschichte Sachsens als Hobby betreibt, kann sich an diesem Wettbewerb beteiligen. Die nächste Ausschreibung durch das Staatsministerium für Kultur und dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V. erfolgt im Januar 2021.

Radebeul, den 19.11.2020

Chemnitz, eine Quelle des sächsischen nichtprofessionellen Theaters

Neben Hermann Kinzel waren Ende des 19. Jahrhunderts August Zweiniger und dessen Sohn Arthur bedeutende Aktivisten des sich entwickelnden nichtprofessionellen Theater im Chemnitzer Raum. August Zweiniger übernahm vor 130 Jahren unweit des Zentrums der Stadt ein Ballhaus, welches auch für die Theatervereine Auftrittsmöglichkeiten bot. Sein Sohn Arthur leitete bis 1928 die Chemnitzer Volksspielkunst-Gemeinschaft „Apollo“, die unter anderem dort auch Operetten aufführte und mindestens bis 1930 bestand.

Radebeul, den 28.9.2020

Ein Stück sächsische Theatergeschichte

Bereits im April erschien in der DDV- Edition, einem Geschäftsbereich der Sächsischen Zeitung, der Roman Der Theatermann. Das Werk, welches sich auf historische Tatsachen stützt, erzählt eine Episode aus der sächsischen Theatergeschichte Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Lebensgeschichte von Maximus René (1889–1945), dem Schauspieler und späteren Direktor der Sächsischen Landesbühnen, der schon als Kind einen Drang zur Bühne verspürte. Sein Weg zu einem eigenen Theater war mit zahlreichen Hindernissen, Intrigen, Krieg und Inflation gepflastert.

Der knapp 600 Seiten umfassende Roman ist für 20 Euro in jedem SZ-Treffpunkt sowie im Buchhandel erhältlich.

Radebeul, 25.8.2020

30 Jahre LATS

Am 23. Juni 1990, noch in der DDR, gründeten Vertreter von acht Theatergruppen und sechs Einzelpersonen aus den Bezirken Dresden, Karl-Marx-Stadt und Leipzig den Landesverband Amateurtheater Sachsen e. V. Zum Vorsitzenden wurde Karl Uwe Baum (Dresden) und zum Stellvertretenden Vorsitzenden Roland Friedel (Leipzig) bestimmt.
Hervorgegangen ist der Verband aus einer Arbeitsgruppe, deren Gründung auf Anregung einer Beratung von Akteuren der Amateurtheaterszene im Volkskunstpodium Dresden erfolgte.

Radebeul, den 12. Juni 2020

Mitautor “Auf der Scene” verstorben

Am 22. April dieses Jahres verstarb nach langer Krankheit in Leipzig der Mitautor der Publikation Auf der Scene. Gesichter des nichtprofessionellen Theaters in Sachsen von 1500 bis 2000. Wolfgang U. Schütte im Alter von 79 Jahren. Dem Bibliothekar, Autor und Herausgeber kulturhistorischer Bücher hat die LATS-Publikation Auf der Scene den überaus wichtigen Beitrag „Theaterverlage fürs Volk“ zu verdanken.
Der in Rodalben (Pfalz) geborene Schütte war 1995 Begründer der Lene-Voigt-Gesellschaft sowie Herausgeber mehrerer Publikationen, u. a. der Voigt-Werksausgabe und Der rote Jahn über den 1910 gegründeten Arbeiter-Verlag Alfred Jahn in Leipzig.

Radebeul, 8.5.2020

Machkampf im sächsischen Laientheater 1920

Vor genau 100 Jahren, im Januar 1920, schloß sich die Vereinigung „Theaterfreunde“, eine Abspaltung Dresdner Laientheater unter Führung von Felix Renker vom „Verband dramatischer Vereine Sachsen“ seit 1916, dem Berliner „Reichsbund für Volksbühnenspiele“ an. Der Reichsbund war der direkte Kontrahent des sächsischen Verbandes. Die „Theaterfreunde“ bildeten mit einer Leipziger Gruppierung des Berliner Verbandes den „Gau Sachsen“. Unstimmigkeiten mit diesem neuen Partner ließen die „Theaterfreunde“ noch im selben Jahr in ihren alten Verband zurückkehren.

Der „Reichsbund für Volksbühnenspiele“ mit Sitz in Berlin und der sächsischen Verband waren die beiden bedeutenden und größten Verbände des nichtprofessionellen Theaters in der Weimarer Republik.

Radebeul, den 5.5.2020