Aktuelles

Fundgrube Amtsblatt

Das Auffinden von Material und Informationen über das nichtprofessionelle Theater ist nicht nur langwierig und aufwendig, sondern verläuft häufig mit mäßigem bis keinem Erfolg. Wer die Mühe nicht scheut, sollte sich durch die Printmedien kämpfen. Viele regionale Zeitungen sind heutzutage schon digitalisiert, aber meist kostenpflichtig. Unentgeltlich kommt man meist an die Amtsblätter der Gemeinden heran. Bei der Durchsicht der Ausgaben dreier sächsischer Landkreise konnten dabei Trefferquoten von 50 bis 77 Prozent erzielt werden, darunter auch Informationen aus der Zeit vor 1989.

Radebeul, 14.1.2022

Szene-Hefte fast komplett

Die vom Zentralhaus für Kulturarbeit der DDR in Leipzig herausgegebene szene. Fachzeitschrift für Amateurtheater, -kabarett, -puppenspiel und -pantomime ist ein wertvoller Helfer bei der Erforschung des Amateurtheaters der DDR. Die von 1966 bis 1989 verlegte Fachzeitschrift veröffentlichte neben Berichten über die Amateurtheater der Republik auch Beiträgen von Festivals und Werkstätten, theoretische Abhandlungen zum Theater sowie kulturpolitische Aufsätze.
Eine nahezu komplette Sammlung aller 23 Jahrgänge der Fachzeitschrift befinden sich im Archiv vom Eigner dieser Webseite und kann vor Ort eingesehen werden.

Radebeul, den 19.11.2021

Pioniertheater vor 60 Jahren gegründet

Das Pioniertheater Karl-Marx-Stadt wurde 1961 vom Musiklehrer Hans Lange gegründet und entwickelte sich rasch zu einem großen Ensemble mit 128 Mitgliedern (1963). Im Pionierhaus „Juri Gagarin“ wurde ein regelrechter Spielbetrieb aufgezogen. Und bereits 1962 ein Anrechtssystem für Kinder der Unterstufenklassen einführte. Von 1961 bis 19981 sahen 314.9961 Besucher 39 verschieden Inszenierungen des Pioniertheaters. Nach 1989 existierte das Ensemble noch einige Zeit als Kleines Theater „Das Nest“.

Dieses Jahr ist ein Treffen ehemaliger Mitglieder geplant.

Radebeul, 20.6.2021

Sächsischer Landespreis für Heimatforschung 2021

Im Jahr 2021 findet der Wettbewerb um den „Sächsischen Landespreis für Heimatforschung“ zum 14. Mal statt. Ausgelobt wird der Preis vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus in Zusammenarbeit mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V.

Mit dem Preis sollen Arbeiten von ehrenamtlich tätigen Autorinnen und Autoren aber auch von Gemeinschaften ausgezeichnet werden, in denen beispielhafte Aspekte der sächsischen Heimat erforscht werden. Damit sollen Werke gewürdigt werden, die auf professionellem Gebiet oft wenig Beachtung finden.
Die Themenpalette ist breit gefächert und kann u. a. Kunst und Industrie, Mundart und Volkskunst, Alltagskultur, Feste und Bräuche bis hin zur Archäologie in Orts-, Regional- und Landesgeschichte betreffen

Eingereicht werden können geschlossene Arbeiten als Buch, Aufsatz oder in anderer – z. B. multimedialer – Form, die eine eigene Forschungsleistung darstellen.
Es werden drei Hauptpreise (3.000, 2.000, 1.500 €), ein Förderpreis (1.000 €) und drei Schülerpreise (zu je 500 €) vergeben.

Wer sich beteiligen möchte sollte sich auf der Internetseite von Kultusministerium informieren. Dort findet man die ausführliche Ausschreibung. www.saechsischer-heimatschutz.de/landespreis-fuer-heimatforschung.html 

Chronik Arbeiteroper Sachsenwerk

Dem Betreiber dieser Webseite ist unlängst von einem ehemaligen Mitglied der Arbeiteroper des VEB Elektromaschinenbau Sachsenwerk Dresden-Niedersedlitz die Chronik dieses 32 Jahre bestehenden Ensemble übergeben wurde. Diese wertvollen Dokumente sind in drei Ordner zusammengefasst und enthalten u. a. Pressebeiträge, Programmhefte, Einladungen sowie eine Vielzahl von Fotos. Die Arbeiteroper hat Unterstützung professioneller Kräfte insgesamt 18 Operninszenierungen herausgebracht.
Ferner haben auch andere ehemaligen Mitglieder weitere Dokumente zur Verfügung gestellt. Allen sei herzlichst gedankt.
Die Unterlagen werden nach einer Aufarbeitungsphase für die wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung gestellt.

Radebeul 12. März 2021

Fremde spielen

Acht Autoren „streif[en] frei durch die historischen Orte und Landschaften von Amateurtheater“ und fordern die Leser auf es ihnen gleich zu tun. Die 200 Seiten umfassende Publikation mit dem Titel Fremde spielen. Material zur Geschichte von Amateurtheater erschien im Herbst vergangenen Jahres und versteht sich als eine „Geschichtsschreibung der Präsenz“. Sie ist entstanden im Rahmen einer dreijährigen Forschungsarbeit am „Centre of Competence for Theatre“ (CCT) in Leipzig.
Die Publikation enthält knapp 50 kürzere und längere Beiträge, die geschichtliche Ereignisse aufzeigen bzw. die sich auf unterschiedliche Art mit ihnen auseinandersetzen. Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt. U. a. werden Themen wie „Gemeinschaft / Geselligkeit“, „Professionell / Nichtprofessionell“ und „Bildung / Erziehung“ vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart abgehandelt.
Fremde spielen. Material zur Geschichte von Amateurtheater. Schibi-Verlag, 2020 ISBN 978-3-86863-221-7

Radebeul, den 15.1.2021

In eigener Sache – Webseite geehrt

Bei der diesjährigen Vergabe des „Sächsischen Landespreises für Heimatforschung“ wurde die Internetseite www.amateurtheater-historie.de mit einem Förderpreis von 1.000 Euro geehrt. Damit, so die Sächsische Zeitung vom 10. November, wurde die umfangreiche Arbeit zur „Geschichte des sächsischen Amateurtheaters gewürdigt“.

Zu diesem 13. Wettbewerb wurden außerdem neben drei Hauptpreise auch drei Schülerpreise vergeben. Jeder, der die Erforschung der Geschichte Sachsens als Hobby betreibt, kann sich an diesem Wettbewerb beteiligen. Die nächste Ausschreibung durch das Staatsministerium für Kultur und dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V. erfolgt im Januar 2021.

Radebeul, den 19.11.2020

Chemnitz, eine Quelle des sächsischen nichtprofessionellen Theaters

Neben Hermann Kinzel waren Ende des 19. Jahrhunderts August Zweiniger und dessen Sohn Arthur bedeutende Aktivisten des sich entwickelnden nichtprofessionellen Theater im Chemnitzer Raum. August Zweiniger übernahm vor 130 Jahren unweit des Zentrums der Stadt ein Ballhaus, welches auch für die Theatervereine Auftrittsmöglichkeiten bot. Sein Sohn Arthur leitete bis 1928 die Chemnitzer Volksspielkunst-Gemeinschaft „Apollo“, die unter anderem dort auch Operetten aufführte und mindestens bis 1930 bestand.

Radebeul, den 28.9.2020

Ein Stück sächsische Theatergeschichte

Bereits im April erschien in der DDV- Edition, einem Geschäftsbereich der Sächsischen Zeitung, der Roman Der Theatermann. Das Werk, welches sich auf historische Tatsachen stützt, erzählt eine Episode aus der sächsischen Theatergeschichte Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Lebensgeschichte von Maximus René (1889–1945), dem Schauspieler und späteren Direktor der Sächsischen Landesbühnen, der schon als Kind einen Drang zur Bühne verspürte. Sein Weg zu einem eigenen Theater war mit zahlreichen Hindernissen, Intrigen, Krieg und Inflation gepflastert.

Der knapp 600 Seiten umfassende Roman ist für 20 Euro in jedem SZ-Treffpunkt sowie im Buchhandel erhältlich.

Radebeul, 25.8.2020